Das jagdliche Brauchtum

In der Steinzeit entwickelte der sich der Mensch vom Sammler auch zum Jäger. Die Jagd war Grundlage für die menschliche Existenz. Von der erfolgreichen Jagd hing das Überleben der ganzen Horde ab. Das erbeutete Wild lieferte Nahrung, Kleidung und Material zur Herstellung von Gebrauchsgegenständen. Im Laufe der Zeit entwickelten sich Praktiken,  die zur Durchführung einer erfolgreichen Jagd dienten. Hierzu zählten die Verständigung auf der Jagd in Form von Signalen und Zeichen.
Bis in die heutige Zeit wurde das jagdliche Brauchtum entwickelt und gepflegt.
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Wo sie in vergangenen Zeiten für die Menschen lebenswichtig war, wird die Jagd mit ihren uralten Bräuchen heutzutage mehr als Kulturgut gepflegt.

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Das jagdliche Brauchtum umfasst im wesentlichen:

Brüche etc.
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Signale

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Die Hubertus-Legende

Als Schutzpatron der Jäger wird der heilige Hubertus angesehen. Als Sohn eines Ehrenmannes wurde er um 655 geboren und im Jahre 709 zum Bischof in Maastricht und später zum Bischof von Lüttich ernannt, wo er 727 verstarb. Heilig gesprochen wurde Hubertus im Jahre 744 wegen angeblicher Wundertaten und seinem großen Glaubenseifer. Seine Reliquien wurden 844 in das Ardennenkloster Andain, welches sich seither „St. Hubert" nennt, überführt, gingen jedoch im 16. Jahrhundert verloren. Die Hubertus-Legende oder auch Hirschlegende entstand wahrscheinlich erst im 14. Jahrhundert und soll auf uralten indischen Ursprüngen beruhen. Nach ihr soll Hubertus unter Missachtung göttlicher Gebote an einem Feiertag zur Jagd gegangen sein. Dort soll ihm während der Jagd ein Hirsch mit einem strahlenden Kreuz im Geweih erschienen sein, was ihn zu jagdlicher Enthaltsamkeit bewogen und zum Christentum bekehrt habe.

St.Hubertus